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Helden zurück im Alltag

Helden zurück im Alltag

Beitragvon Maria » 2. Aug 2010, 23:00

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02.08.2010

Helden zurück im Alltag

Leistungstest, Laufband, Laktat: Nach dem Urlaub kam für die WM-Teilnehmer am Montag die Stunde der Wahrheit. Keine 14 Tage vor dem Auftakt im DFB-Pokal und knapp drei Wochen vor dem Bundesligastart kehrten die deutschen Fußball-Nationalspieler zu ihren Klubs zurück. Mallorca, Malediven und Muttis Garten waren nur noch blasse Erinnerungen. Im Eiltempo muss ab sofort an der nötigen Fitness für die kommende Saison gearbeitet werden.

Für die Hamburger Marcell Jansen, Piotr Trochowski und Dennis Aogo ging es zunächst in den Kraftraum. Die Bremer Mesut Özil, Tim Wiese und Per Mertesacker stiegen im Trainingslager in der Steiermark am Nachmittag in ihr Programm ein. Marko Marin war bereits ein paar Tage vorher angereist.

"Es wird eine schwierige Vorbereitung. Sie ist extrem kurz", sagte WM-Kapitän Philipp Lahm, der sich zurückmeldete an der Säbener Straße bei den Münchner Bayern. Um 12.15 Uhr bat Trainer Louis van Gaal zum ersten Training, nachmittags wurden Mannschaftsfotos geknipst, am Dienstag müssen die Nachzügler schon mal eine Sonderschicht absolvieren. "Es dauert seine Zeit, um wieder hochzufahren", sagt Lahm, der dennoch zuversichtlich ist: „Wir werden gut in die Saison starten. Jeder weiß, was er zu tun hat. Die Basis ist da, die kann jeder abrufen. Wir wollen wieder so weit wie möglich kommen.“ Sportlich tanzen die Bayern wieder auf drei Hochzeiten, Lahm persönlich hat seine eigene gerade erst hinter sich. Zwei Tage nach der Rückkehr aus Südafrika heiratete er seine Freundin Claudia. In den ersten zwei Wochen danach habe er "nur geschlafen und gegessen". So schön kann ein Sommerurlaub sein, auch dann, wenn er nur kurz ist.

Seine erste Einheit nach der WM hat auch Thomas Müller absolviert. Dabei war seine freie Zeit ganz anders verlaufen als erhofft: Der WM-Torschützenkönig musste nach zwei Wochen seinen Urlaub abbrechen und wegen einer Blinddarmreizung ins Krankenhaus. Gestern stand er jedoch wieder auf dem Trainingsplatz – wie seine Kollegen Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Jörg Butt, Holger Badstuber, Toni Kroos und Mario Gomez.

Für Arne Friedrich war die Rückkehr nach Deutschland ein Neuanfang. Von Absteiger Hertha BSC wechselte er zum VfL Wolfsburg. Bei den "Wölfen" wurde er am Montag vorgestellt. "Ich sehe beim Verein ein Riesenpotenzial, und wir haben eine richtig gute Mannschaft. Ich bin jetzt 31 Jahre alt und will noch einmal ganz oben angreifen", sagte Friedrich. Zuvor hatte er seine erste Trainingseinheit unter Trainer Steve McClaren absolviert und war von den VfL-Fans begeistert empfangen worden.

Den Anhängern machte Friedrich, der bei der WM groß aufspielte, Hoffnungen auf eine erfolgreiche Saison. "Es ist wichtig, dass wir eine Aufbruchstimmung erzeugen. Ich bin zwar kein Heilsbringer, aber ich werde versuchen, meine Erfahrung und Qualität einzubringen", sagte er.

Das will auch Sami Khedira, der beim spanischen Spitzenklub Real Madrid einen Fünfjahresvertrag unterschrieben hat. "Aus sportlicher Sicht ist es der nächste Schritt in Richtung Weltklasse. Ich habe immer gesagt, dass ich ein internationaler Topspieler werden will", sagte er der Welt am Sonntag. Nach erfolgreich absolvierter sportärztlicher Untersuchung flog er sogleich ins "reale" Trainingslager nach Los Angeles.

Er habe Respekt vor der neuen Aufgabe, aber keine Angst. "Denn die WM hat mir Vertrauen in meine Person gegeben. Wir haben in Südafrika nicht gegen mittelklassige Gegner gespielt, sondern gegen England, Argentinien und Spanien, selbst wenn uns Spanien gestoppt hat. Ich habe gemerkt, dass ich auf hohem Niveau bestehen und mir so einen Schritt zutrauen kann", sagte Khedira.

Bundestrainer Joachim Löw habe ihm zu diesem Schritt gratuliert. Der Mittelfeldspieler will mit seinen Erfahrungen auch den deutschen Fußball weiter voranbringen. "Ich denke, von diesem Transfer profitiere nicht nur ich, sondern mit Sicherheit auch der deutsche Fußball. Denn meine Erfahrungen kann ich zukünftig auch in der Nationalmannschaft einbringen", sagte er.

Graue Wolken und Nieselregen: Als Lukas Podolski am Montagmorgen den Kölner Trainingsplatz betrat, war für den Nationalspieler der schöne WM-Sommer endgültig vorbei. "Ich habe in Südafrika viel Selbstbewusstsein für die Liga getankt. Eine Saison wie die vergangene möchte ich nicht noch einmal spielen", sagte der 25-Jährige bei seiner Rückkehr in den Bundesliga-Alltag nach dreiwöchigem Urlaub. "Ich brauche noch ein paar Wochen, um wieder in den Rhythmus zu kommen." Am 21. August bestreitet der 1. FC Köln sein erstes Saisonspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern, eine Woche zuvor steht das Pokalspiel beim ZFC Meuselwitz auf dem Programm.

Beim FC musste sich Podolski am Montag erst einmal an die vielen neuen Gesichter gewöhnen. "Ich habe mich drei Wochen kaum mit Fußball beschäftigt und bei meiner Familie in Polen abgeschaltet. Über unsere Neuverpflichtungen habe ich mich aber natürlich informiert", sagte der Rückkehrer. Sein erstes Urteil: "Die Neuen werden uns weiterhelfen. Gerade junge Spieler muss man ins kalte Wasser schmeißen. Das hat die WM bewiesen."

Zu Begrüßung gab es dann auch von alten wie neuen Kollegen Glückwünsche für die gelungene Vorstellung in Südafrika. "Ich will viele Tore schießen", versprach der Angreifer. Die Anhänger am Geißbockeim träumen bereits von ähnlichen Podolski-Szenen wie bei der WM. Einer hatte sogar eine Meisterschale dabei.

sid/dfb
lg, Maria.
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